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NeLeSo OCPP Gateway · Funktionsübersicht

Ladepunkte verbinden. Daten nutzen. Betrieb verstehen.

Ihre Ladeinfrastruktur bleibt. Backend und Datennutzung werden flexibel.

Der OCPP Broker verbindet Ihre Ladepunkte mit dem Betriebsbackend und zusätzlichen Systemen. Sie steuern Datenzugriff und Routing, leiten Ereignisse an eigene Anwendungen weiter und untersuchen Störungen in einer gemeinsamen Oberfläche.

OCPP & Routing

Ein Primärbackend. Mehrere zusätzliche Verbindungen.

Bestehende Backend-Landschaften anbinden und neue Zielsysteme schrittweise erproben.

  • OCPP 1.6J und 2.0.1

    Routing je Charge Point ID über WS/WSS. Station und Ziel sprechen dieselbe Protokollversion; eine automatische Versionsübersetzung findet nicht statt.

  • Bis zu acht Zusatzbackends

    Neben einem Primärbackend können je Station bis zu acht zusätzliche Backends angebunden werden. Ein passiver Beobachter erhält freigegebene Ereignisse. Eine virtuelle Verbindung bildet eine eigene OCPP-Sicht für das zusätzliche Backend ab.

  • Migration vorbereiten

    Ziele, Datenfilter und Zuordnungen prüfen, bevor eine Route umgestellt wird. Der Wechsel wird passend zu Stationen, Verbindungen und Betriebsabläufen geplant.

Standorte & Rechte

Jeder Partner sieht den freigegebenen Bestand.

Standorte und Flotten gemeinsam verwalten und Zuständigkeiten gezielt abgrenzen.

  • Standorte, Gruppen und Flotten

    Stationen zuordnen, Bestände filtern und Routing-Profile mit einer Vorschau auf mehrere Stationen anwenden.

  • Benutzer und API-Zugriff

    Partner, Benutzerkonten und API-Schlüssel erhalten einen festgelegten Stationsumfang. Rollen bestimmen, welche Funktionen innerhalb dieses Umfangs verfügbar sind.

  • Steuerrechte separat freigeben

    Der Zugriff auf Daten erlaubt noch keine Stationsbefehle. Für zusätzliche OCPP-Backends werden Stationsumfang, erlaubte Datenaktionen und Steueraktionen getrennt festgelegt.

HTTPS & MQTT

Ereignisse an Ihre eigenen Systeme liefern.

Messwerte, Sessionereignisse und Betriebsdaten für Analyse, Speicherung oder weitere Anwendungen nutzen.

  • HTTPS und ausgehendes MQTT

    Daten an konfigurierte HTTPS-Ziele oder MQTT-Broker senden. MQTT 3.1.1 und MQTT 5 sind mit TLS und QoS 1 verfügbar; Nachrichten werden ohne Retain-Flag gesendet. Der Broker veröffentlicht Daten; er abonniert keine Steuerkanäle.

  • Dauerhafte Versandwarteschlange

    Eine in PostgreSQL gespeicherte Outbox hält ausstehende Zustellungen über Neustarts hinweg vor. Begrenzte Warteschlangen, Wiederholungsversuche und eine geordnete Zustellung je Station und Ziel machen Rückstände nachvollziehbar.

  • Stabile Ereignis- und Zustell-IDs

    Die Ereignis-ID verbindet alle Ausgaben mit ihrer Quelle. Jede Ausgabe erhält zusätzlich eine Zustell-ID, die bei Wiederholungen gleich bleibt. So erkennen Empfänger Duplikate, auch wenn ein Workflow mehrere Ausgaben erzeugt. Zustellstatus, Fehler und Rückstände sind sichtbar.

NATS JetStream

OCPP-Nachrichten für eigene Consumer bereitstellen.

Optionale Ausleitung an Ihre NATS-Instanz, mit gezielter Nachrichtenauswahl und sichtbarem Empfang im Web-Testclient. Verfügbar nach installiertem Release und vereinbartem Umfang.

  • Alle Nachrichten oder Teilmengen

    CALL, CALLRESULT und CALLERROR nach OCPP-Aktion, Charge Point ID und Richtung auswählen. Antworten werden ihrem Aufruf zugeordnet, soweit die Korrelation verfügbar ist.

  • Verwaltung und Test

    Zielverbindung und Filter verwalten, den Laufzeitstatus prüfen und eine gekennzeichnete Testnachricht mit JetStream-Speicherbestätigung senden.

  • Persistenter Stream und Web-Testclient

    Angenommene Nachrichten werden nach der konfigurierten JetStream-Aufbewahrung gespeichert. Ein eigener Web-Client zeigt Subject, Zeitpunkt und Inhalt. Erneute Zustellungen sind möglich; Consumer müssen Duplikate berücksichtigen.

  • Begrenzte, entkoppelte Ausleitung

    Die NATS-Ausleitung im Gateway arbeitet mit einer begrenzten Warteschlange im jeweiligen Prozess. Ein Neustart kann noch nicht veröffentlichte Nachrichten verwerfen. Queue-Überläufe und Veröffentlichungsfehler sind im Laufzeitstatus sichtbar.

NATS JetStream: Integration und eigener Testaufbau

Visuelle Workflows

Aus Ereignissen passende Folgeaktionen machen.

Abläufe direkt im Browser zusammenstellen und vor dem Aktivieren ohne Nebenwirkungen testen.

  • Bausteine verbinden

    Ereignis- und Zeittrigger, Filter, Bedingungen, Verzweigungen, Feldzuordnung und Wartezeiten mit Alarm-, HTTPS- oder MQTT-Ausgaben verbinden. Die Abläufe sind gerichtete Graphen ohne Schleifen.

  • Entwürfe, Versionen und Testläufe

    Änderungen als Entwurf speichern, eine Version veröffentlichen, frühere Versionen wiederherstellen und Abläufe deaktivieren. Ein Testlauf zeigt den Pfad und geplante Ausgaben, ohne Nachrichten zu senden oder Alarme anzulegen.

  • Dauerhafte Ausführung

    Wartende Schritte werden nach einem Neustart fortgesetzt. Ein Warteknoten verwendet die ursprünglichen Ereignisdaten. Freie Skripte und physische Stationsbefehle sind keine Workflow-Bausteine.

Beispiel für einen visuellen Ablauf
  1. Messwert empfangen
  2. Felder zuordnen
  3. An MQTT senden

Das MQTT-Ausgabeziel wird vor der Veröffentlichung ausdrücklich ausgewählt.

Diagnose & Alarme

Störungen im zeitlichen Zusammenhang untersuchen.

Aktuelle Zustände mit der Historie verbinden und Auffälligkeiten gezielt bearbeiten.

  • Historie und Zeiträume

    Ereignisverläufe und Auswertungen für Tage, Wochen oder Monate öffnen. Nach Station, Standort, Gruppe und Zeitraum eingrenzen, um Verbindungsprobleme und wiederkehrende Fehler zu untersuchen.

  • Regeln statt dauernder Kontrolle

    Stations- und Backend-Ausfälle, wiederholte Fehler oder Zustellrückstände mit Mindestdauer, Wiederholung und Eskalation überwachen. Meldungen können je Station oder für einen ausgewählten Bestand zusammengefasst werden.

  • Quittierung und belegte Erholung

    Alarme quittieren und eine stabile Erholung abwarten. Fehlende oder veraltete Telemetrie gilt als unbekannt; sie wird nicht als Beleg für einen wieder störungsfreien Betrieb gewertet.

  • Stations- und Sessionsicht

    Stationszustände und Ladehistorie in der Oberfläche nachvollziehen. Der digitale Zwilling hält beobachtete Stationszustände und Transaktionen am externen Primärbackend fest. Datenlücken bleiben erkennbar.

MCP & KI-Abfragen

Fragen zum Ladebetrieb direkt im Chat stellen.

Der MCP-Server verbindet freigeschaltete Installationen mit ChatGPT oder Claude. Fragen Sie in natürlicher Sprache nach Stationen, Ladesessions, Routing und ausgewählten Chargerparametern.

  • Stationen, Sessions und Routing

    Verbindungszustände prüfen, Ladesessions durchsuchen und zusammenfassen oder die zugeordneten Backends einer Station abfragen.

  • Datenquellen und Zeitstand erkennen

    Mini-CPMS-Historie und beobachtete Broker-Historie bleiben getrennt. Antworten enthalten Quelle, Zeitstand und bekannte Datenlücken; fehlende oder veraltete Werte bleiben als unbekannt erkennbar.

  • Ausgewählte Chargerparameter lesen

    Freigegebene Konfigurationswerte über OCPP 1.6 GetConfiguration oder OCPP 2.0.1 GetVariables abfragen. Der MCP-Zugang bleibt lesend: Konfigurationsänderungen, Start/Stop und Reset gehören nicht dazu.

  • Persönlicher OAuth-Zugang

    Administratoren schalten persönliche Broker-Konten ausdrücklich frei. Freigeschaltete Konten können die gesamte Installation lesen. Verbindungen sind einzeln widerrufbar; Werkzeugaufrufe werden protokolliert.

Befehlsprioritäten

Gleichzeitige Steueranfragen geordnet behandeln.

Freigegebene Anfragen verschiedener Quellen koordinieren, bevor sie die Station erreichen.

  • Prioritäten pro Quelle

    Primärbackend, lokale Bedienung/API und zusätzliche virtuelle Backends erhalten konfigurierbare Prioritäten. Gleiche Prioritäten werden in Eingangsreihenfolge bedient.

  • Begrenztes Warten

    Die Priorität gilt für noch nicht gesendete Anfragen. Anzahl, Datenmenge und Wartezeit sind begrenzt; pro Station bleibt höchstens ein physischer Befehl unbeantwortet.

  • Keine erzwungene Wiederholung

    Rechte und Verbindung werden vor dem Versand erneut geprüft. Ein gesendeter Befehl wird weder unterbrochen noch nach einem unklaren Ergebnis automatisch erneut gesendet.

Eigener Betrieb

Daten und Infrastruktur unter Ihrer Kontrolle.

Auf kundeneigenem Linux mit Docker Compose und PostgreSQL betreiben – im Rechenzentrum, Cloud-Tenant oder am Standort.

  • Integrierter CoreCPMS

    Ein schlankes Mini-CPMS steht als lokales Primärziel für Stationsstatus, Ladesessions und RFID-Freigaben bereit. Externe Primärbackends können weiterhin je Station verwendet werden.

  • TLS, Secrets und Audit

    Verschlüsselte Verbindungen, geschützte Zugangsdaten und nachvollziehbare Änderungen unterstützen den Betrieb. Ihre IT verwaltet Netzwerk, Zertifikate, Backups und Wiederherstellung.

  • REST API und OpenAPI

    Bestände und Betriebsinformationen über eine dokumentierte REST API in eigene Anwendungen einbinden. API-Schlüssel, Rollen und Stationsfreigaben begrenzen den Zugriff.

  • Konfigurierbare Aufbewahrung

    Standardmäßig 30 Tage für Ereignisjournal und abgeschlossene Workflow-Läufe sowie 365 Tage für erledigte Alarme. Wartende Zustellungen bleiben erhalten; die Fristen lassen sich an Ihren Betrieb anpassen.

Betriebsgrenzen

Wer entscheidet – und was wird gepuffert?

Primäre Antworten bleiben beim Primärbackend

Bestätigungen im OCPP-Dialog mit der physischen Station und Ladefreigaben bleiben Aufgabe des primären Betriebsbackends. Dieses kann ein externes System oder der integrierte CoreCPMS sein. Ein Zusatzbackend übernimmt diese Rolle bei einem Ausfall nicht automatisch.

Pufferung ist gezielt begrenzt

Dauerhafte Pufferung gibt es für HTTPS-/MQTT-Datenexporte und freigegebene virtuelle Zusatzverbindungen. Sie beginnt mit der erfolgreichen Speicherung in der Datenbank. Daraus folgt keine lokale Bestätigung von Primärnachrichten und keine automatische Ladesteuerung bei fehlendem Cloud-Backend. Ein passiver Beobachter ist kein dauerhaftes Replay-Ziel.

Broker + CPMS

Mit einem CPMS den Ladebetrieb erweitern.

In Kombination mit einem CPMS wie der NeLeSo Charging Platform ergänzen Sie den Broker um Lastmanagement und weitere Betriebsfunktionen. Der Broker verbindet Stationen und Systeme; das angebundene CPMS übernimmt die vereinbarten Steuerungs- und Geschäftsprozesse.

Der zusätzliche Umfang hängt von CPMS, Release und Integrationen ab und wird separat vereinbart. Eine spätere lokale Ladesteuerung bei Cloud-Ausfall gehört zu einem gesondert geplanten CPMS-/Edge-Ausbau.

NeLeSo Charging Platform kennenlernen

Ihr Einsatzfall

Welche Systeme soll Ihr Broker verbinden?

Wir prüfen vorhandene Backends, Datenziele und Partnerzugriffe mit Ihnen und legen den passenden Betriebsumfang fest.